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Allgemein


Nisekoi ist entgegen vieler Vermutungen aufgrund des Chare´s ein Shounen Manga und erscheint auch im entsprechenden Weekly Shounen Jump seit November 2011. Der Manga läuft aktuell noch, die Serie umfasst die Story bis ca. Mangakapitel 51 (Der Anime konzentriert sich aber stark auf die Hauptstory, weswegen einige Mangakapitel übersprungen wurden, die aber mehr zur Comedy dienten als die Story voran zu treiben) und hat ein offenes Ende, welches sich aber exakt an ein Kapitel des Manga hält! (Wie bereits erwähnt ist eine Zweite Staffel angekündigt). In Japan wurden außerdem bereits ein Hörspiel veröffentlicht sowie eine zweiteilige Light Novel unter dem Titel „Nisekoi – Urabana“ geschrieben von Hajime Tanaka und illustriert von Naoshi Komi.



Story


Raku Ichijo ist der Sohn des in der Stadt ansässigen Yakuza Clans, er besucht die städtische Highschool und ist 15 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor gab er einem Mädchen ein Versprechen: Wenn sie sich wieder sehen würden, würden sie Heiraten. Um dies zu besiegeln und sich später wieder zu erkennen, hat Ichijo ein Medallion in dem etwas versteckt wurde erhalten und das Mädchen den dazu passenden Schlüssel. Eines Tages auf dem Weg zur Schule wird er von einem ihm unbekannten Mädchen über den Haufen gerannt, später stellt sich heraus dass dieses Mädchen eine neue Schülerin in seiner Klasse wird. Chitoge Kirisaki ist Halbjapanerin und Tocher einer aus Amerika stammenden Gangsterbande. Ziemlich schnell keifen sich Ichijo und Chitoge vor der ganzen Klasse an und beide stellen recht schnell fest, dass sie den jeweils anderen auf den Tod nicht ausstehen können. Dummerweise kennen ihre Väter sich und sind alte Freunde, da aber die jeweiligen Bandenmitglieder untereinander lieber einen Bandenkrieg in der Stadt ausfechten würden, beschließen die zwei Oberhäupter kurzerhand das ihre Sprösslinge 3 Jahre lang das verliebte Paar mimen sollen um die Streitigkeiten zwischen den Gruppen zu schlichten.
Für Ichijo und Chitoge beginnt nun eine harte Prüfung, müssen sie doch so tun als wären sie in die Person die sie am wenigsten leiden können unsterblich verliebt und das nicht nur vor den Familien, sondern wann immer sie in die Öffentlichkeit treten um keinen Verdacht zu schöpfen.
Ichijo der zudem noch, schon lange Zeit in seine Mitschülerin Onodera Kosaki verliebt ist und sich alles mögliche einfallen lassen muss damit seine Fake-Beziehung nicht auffliegt, Onodera aber gleichzeitig nicht verliert, außerdem ist da noch das Versprechen das er seiner ersten Liebe gegeben hat und das er einfach nicht vergessen kann und zu allem Überfluss tauchen auf einmal mehrere Mädchen mit Schlüsseln auf die zu seinem Medallion passen könnten und deren Erinnerungen denen von Ichijo recht ähneln …



Fazit


Erst einmal muss ich den Behauptungen dass es die Umgekehrte Version von Romeo und Julia sein soll widersprechen: Die Beziehung in die die zwei Hauptcharaktere gezwungen werden, wird auch von den Eltern als Fake angesehen. Würden diese sie um jeden Preis verheiraten wollen wäre es was anderes, aber das sei mal dahingestellt, außerdem sprechen noch diverse andere Situationen und zusätzliche Charaktere die sich an Ichijo heften eine Rolle das man es nicht einfach als simples umgekehrtes Stück auslegen kann. Studio Shaft bringt trotz dem das sich der Zeichenstil der Charaktere etc. sehr genau an die Mangavorlage hält, nach wie vor ihren Typischen Stil in die Serie mit ein (Zeigt sich z.B. durch versteckte Reale Bilder irgendwo im Hintergrund oder öfters kurz auftretende Gestigszenen der Charaktere die herausgehoben werden).
Auffallend ist, dass auch wenn mehrere Charaktere im Bild stehen, meist nur die Personen auch Charakterlich dargestellt werden, die für die Szene relevant sind, der Rest wird meist als einfarbige zu einem Klumpen verwachsene Masse dargestellt. Sehe ich nicht unbedingt als Nachteil an, es lenkt automatisch den Fokus des Zuschauers auf die Charaktere und das Geschehen. Mir persönlich haben vor allem die großen und leuchtenden Augen der Charaktere gefallen (Besonders Kirisaki und Onodera) sie bringen sehr viel Gefühl und Ausdrucksstärke rüber und lassen einen gleich eine stärkere Bindung zum jeweiligen Charakter aufbauen und mitfühlen. Hintergrundmusik ist jetzt nicht wirklich nennenswert, wirkt aber nie deplaziert und kommt mit einem recht ruhigen eher unauffälligen Sound daher.

Im Unterschied zu anderen Harem Animes (Ja auch Nisekoi ist im Prinzip so gestrickt, aber er kommt wenigstens nicht mit den immer gleichen Große Brüste, kleine Brüste Gags und andauernden peinlichen Ecchi Szenen – LOB ) haben wir hier mit Onodera eine absolut liebenswerte und total Gegensätzliche Figur zur Hauptheldin Chitoge, die einem aber ebenso ans Herz wachsen kann (den einen mehr den anderen weniger) und es einem echt schwer fällt für jemanden Partei zu ergreifen, denn die Story schafft es einen immer wieder hin und her zu werfen und man kann eigentlich nie wirklich sagen „Ok ja unbedingt DAS Mädel“. Leider wird dieses schöne 3er Gespann etwas durch nochmals zwei in der Story auftauchende Mädchen die sich um Ichijo scharen gestört, mag sein das sie in der Hauptstory (Manga) noch etwas besser in das Gesamtbild eingefügt werden im späteren Verlauf, ich fand sie bisher allerdings eher zweitrangig und oftmals sogar unnötig.
Aber es gibt auch ein Lichtblick: Die Beste Freundin von Onodera und der beste Kumpel von Ichijo sind zwei absolut skurrile Nebencharaktere die sich dauernd in die Situationen der Hauptcharaktere einmischen und das wirklich amüsant.

Der Kernpunkt des Anime ist das Versprechen das Ichijo vor 10 Jahren seiner ersten Liebe gegeben hat, er sich aber nicht mehr erinnern kann wer sie war. Um die Spannung weiter voran zu treiben tauchen natürlich im Laufe der Story auf einmal immer mehr Mädchen auf die plötzlich einen ominösen Schlüssel bei sich tragen und die behaupten sie könnten das Mädchen sein dem er sich versprochen hat (Zitat von Oben^^). Hier wird der Anime etwas nervig: Im Prinzip könnte man das ganze ja ganz leicht klären: Versucht das Schloss aufzumachen, bei dem wo es klappt – Sieger. So etwas Simples verkauft sich nun mal nicht gut und ist boring as hell, also lassen wir die Charaktere allesamt total übertrieben nervös agieren und keiner will dem jeweils anderen etwas sagen, geschweigedenn wirklich die Wahrheit herausfinden. Zu allem Überfluss geht sein Medallion auch noch kaputt und es wird bis zum Ende nicht wieder auftauchen. (Selbst im Manga bleibt es erstmal kaputt und man beschließt das ganze erstmal auf Eis zu legen)

Der Manga / Anime zeigt aber auch ganz klar den Konflikt mit dem der Hauptcharakter zu kämpfen hat: Er liebt eigentlich seit Jahren seine Klassenkameradin Onodera, plötzlich taucht dieses eigentlich total süße (wenn auch nervige) Mädel auf mit dem er eine Beziehung spielen muss, beide aber irgendwann heimlich eingestehen das sie sich vielleicht doch etwas mögen und im Hinterkopf hat er immer noch das Versprechen von damals.
Dieses Dilemma ist zwar etwas übertrieben aber durchaus plausibel und dies wirkt sich auf den Zuschauer aus, denn auch dieser wird automatisch dazu verleitet zu denken „ich will das er Onodera nimmt, aber halt Chitoge ist ja glaub doch besser für ihn, ach halt nein ich will wissen wer seine Jugendliebe war etc. – Dadurch die gut geschriebenen Charaktere und ihre Art miteinander zu agieren, hält der Anime trotz vielen Klischees stets das Interesse des Zuschauers oben.

Schön finde ich auch das der Manga so Detail getreu umgesetzt wurde, wenn auch viele Side-Chapter ausgelassen wurden (Die aber wirklich mehr Comedy nutzen hatten). Hier muss man dem Studio dann doch zugute halten das sie sich wegen Kosten eben auf die Hauptstory konzentrierten und auf die kommt es letztlich an.

Nisekoi macht definitiv nichts neu, es ist ein Romance Anime wie er im Buche steht, allerdings machen der typische Studio Shaft Stil, der eingebaute total überspitzte Witz und das fehlende billige ecchi Gedöns diesen Anime zu einem wirklich sehenswerten Genuss für alle die sich nicht an viel verwendeten Klischees und einer doch oft vorhersehbaren Story stören. (Klischees werden letztlich nur zu dem weil, wir sie doch eigentlich immer und immer wieder sehen wollen bis wir die Schnauze voll haben^^)

Das Ende ist sehr gut gemacht! Trotz dem das es offen ist wurde 1:1 der Manga adaptiert und eine eigentlich perfekte Stelle gefunden um mit einem Cliffhanger die erste Staffel zu beenden. Viel besser als einfach ein erfundenes Ende hinzuklatschen!


Special Thanks to Natsu