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Randfakten


Die wohl größte Überraschung bei dieser Serie ist, dass der Manga tatsächlich zeitgleich mit dem Anime sein Finale feierte und beide Enden auch identisch sind. (Lediglich ein kleiner Aspekt wurde im Anime geändert den ich aber aus Spoilergründen nicht nennen kann, aber auch nicht wirklich massiv ist. Außerdem wurde im März 2016 ein Real-Film in Japan zur Serie in die Kinos gebracht.
Außerdem gibt es noch eine Spin off Light Novel von Hajime Ninomea die von November 2015 bis März 2016 veröffentlich wurde. Für Juni 2016 plant Mangaka Sanbe einen Spin off Manga zu zeichnen / schreiben, der dann im „Young Ace“ Magazin veröffentlicht wird.



Story


Die Story dreht sich um Satouru Fujimura einem 29 Jährigen Japaner der versucht Mangaka zu werden und sich mit einem Teilzeitjob in einer Pizzeria durchschlägt.
Satouru verfügt über eine Fähigkeit die er selbst „Revival“ nennt. Diese lässt ihn in gewissen Situationen (Meist wenn Menschen in seiner Umgebung etwas Schlimmes passiert) eine Art „Zeitsprung“ machen um ihm die Chance zu geben das jeweilige Ereignis zu verhindern.
Er kann diese Fähigkeit jedoch nicht steuern oder kontrollieren wie weiter in der Zeit zurück geschickt wird (Meist aber nur um wenige Sekunden oder Minuten).

Als seine Mutter zu Besuch kommt und Satouru mal wieder ein Revival durchläuft, bittet er Sie in der Umgebung auf etwas Ungewöhnliches zu Achten. Tatsächlich kann durch das einschalten seiner Mutter (Die sich selbst der Fähigkeit ihres Sohnes nicht bewusst ist!) Eine Kindesentführung verhindert werden. Satouru selbst bekommt davon nichts mit, seine Mutter jedoch lässt das ganze nicht los, da sie das Ereignis an Geschehnisse erinnert, die 15 Jahre zurück liegen und irgendwie hiermit zusammen zu hängen scheinen.
Die Nachforschungen die Sie anstellt, führen sie tatsächlich auf die Fährte eines seit Jahren aktiven Kindesentführers. Kurz bevor sie jedoch Satouru oder jemand anderem davon berichten kann, wird ihren Nachforschungen ein jähes Ende gesetzt. Satouru der nichtsahnend von der Arbeit nach Hause kommt, findet seine Mutter tot in seiner Wohnung vor, just in dem Moment als eine Nachbarin auftaucht und Ihn mit Blutbeschmierten Händen sieht.
Merkwürdigerweise wurde auch schon die Polizei informiert die Satouru sofort als Hauptverdächtigen in Gewahrsam nehmen will. In diesem Moment setzt ein erneutes „Revival“ ein und zum ersten Mal wird Satouru nicht um ein paar Minuten, sondern um ganze 15 Jahre in der Zeit zurückgeschickt! Satouru weiß lediglich das der Mord an seiner Mutter mit Ereignissen aus seiner Vergangenheit zu tun haben muss und nun als 10 Jähriger versuchen muss die Verbrechensfälle die in seiner Kindheit vorgefallen sind aufzudecken um die Geschehnisse der Zukunft zu verhindern.



Fazit


Boku dake ga inai Machi ist seit langem mal wieder eine absolute Perle unter den Kurzzeit-Animes! Jede Folge wartet mit einem kleinen Cliffhanger auf die im Kopf des Zuschauers gleich neue Fragen auslösen und den Wunsch wecken sofort die nächste Folge anzusehen.
Und selbst wenn man mal ein paar Tage pausiert, es reichen schon die ersten Minuten der nächsten Folge aus um einen sofort wieder zu fesseln. Mit dem Thema „Kindesentführung“ schlägt der Anime auch ein sehr ernstes und aktuelles Thema an, aber nicht nur das, auch Kindesmisshandlung wird hier sehr schonungslos und offen gezeigt! Es ist wohl unnötig zu sagen, dass der Anime sich definitiv an ein Erwachsenes Publikum richtet und nicht für Kinder bestimmt ist.

Die Story ist wie schon gesagt von der ersten Folge an sehr spannend aufgebaut und steigert sich mit jeder Episode mehr! Dabei haben wir es aber nicht mit einem Superhirn wie Conan oder einem Erwachsenen erfahrenen Detektiv zu tun, Satouru der in seinem 10 Jährigen Körper steckt, muss versuchen ganz allein eine Verbrechensserie aufzudecken an die er sich kaum noch erinnert, er muss also versuchen seine eigene Vergangenheit zu ändern, in dem er entgegen seiner eigenen Taten von damals handelt. Von denen er aber kaum noch welche weiß und dabei aus den neuen, daraus resultierenden Geschehnissen einen Vorteil gegenüber dem Mörder ziehen muss.
Es ist also nicht einfach ein simples „ich ändere das und dies und alles wird gut“ Setting. Jede kleine Veränderung kann große Auswirkungen haben, sowohl ins Positive als auch ins Negative. Genau diese Ungewissheit die Satouru die ganze Serie über hat und selbst alles nach und nach wie ein Puzzle zusammen setzen muss, wird auf den Zuschauer übertragen und genau deswegen fesselt der Anime unheimlich. Dabei werden aber Nebencharaktere nicht vergessen! Zwar konzentriert sich der Anime nur auf einen kleinen Personenkreis, dieser ist aber für die Story absolut relevant und keinesfalls überflüssig, außerdem trägt die sonst eigentlich eher Menschenleere Stadt zum düsteren Grundton des Animes bei.
Das Setting ist eher düster gehalten, Winter / wolkenverhangener Himmel, alles wirkt eher trostlos und karg, was die Stimmung der Story noch besser untermalt. Der Soundtrack ist ebenfalls zwar sehr ruhig, aber perfekt auf die Szenen und Ereignisse geschnitten und liefert das „i“ Tüpfelchen um die Mystery / Thriller Stimmung zu komplettieren.

Wer schon einige Mystery / Thriller / Krimis etc. gesehen hat und den Kopf etwas bei der Sache hat, wird vermutlich selbst noch vor unserem Hauptcharakter herausfinden wer der Ominöse Täter in diesem Anime ist. Sollte dies der Fall sein bricht das den Spannungsbogen aber nicht unbedingt! Man steigert sich viel mehr noch etwas stärker in die ganze Story und ist manchmal regelrecht versucht Satouru in den Bildschirm hinein Anweisungen zu rufen wenn er ein Detail übersehen hat, oder einen Fehler begeht.

Der größte „Negativ“ Punkt des Animes ist das Finale an sich. Obwohl dies nicht wirklich als Negativ eingestuft werden kann!!! Es ist absolut gut und „realistisch“ (Wenn man das Setting betrachtet) geschrieben und schließt das ganze rund ab!!! Im letzten Viertel der Serie bricht meiner Auffassung nach der Spannungsbogen ein klein wenig ein. (Aus Spoiler Gründen wird natürlich nicht mehr ins Detail gegangen) Das Problem bei Serien in die man sich sehr hineinfiebern kann ist das Ende. Jeder baut sich in seinem Kopf das für Ihn ideale „Traumende“ zusammen. Wird dieses Bild nicht erfüllt, kann es schon mal sein das man trotz einer genialen Serie am Ende mit einem etwas unbefriedigten Gefühl zurückbleibt.
Ich persönlich hätte mir das ein oder andere etwas umgebaut um eben den Spannungsbogen der so lange besteht auch bis zum Ende hin bestehen bleibt sowie einige kleine Details am Ende etwas anders gestaltet. (Aber das ist nur die persönliche Meinung von mir)

Diesen Anime kann ich allen Fans des Mystery / Thriller / Krimi Charés wärmstens ans Herz legen, ihr werdet wunderbar unterhalten werden und es wird euch bis zum Ende hin und die erste Zeit darüber hinaus sogar sicher nicht loslassen!


Special Thanks to Natsu