Aktuelles Projekt

Nächstes Projekt

Aktueller Livestream


Story


Einstieg ist ein kurzer Blick in die Kindheit des Hauptcharakters Rentarou Satomi ca. um das Jahr 2011 wie er Zeuge des Ausbruchs eines neuen Virus namens „Gastrea“ wird. Dieser Virus befällt Menschen und wenn die Infektion 50% des Körpers infiziert hat, mutieren diese zu (meist) Insektenartigen Kreaturen mit roten Augen.

Es gibt verschiedenste Arten von Gastreas die einen sehen aus wie Spinnen, andere wie eine Art Zombie-Hund usw. usw. und je nach Art haben diese auch spezielle Fähigkeiten. Eingeteilt werden sie in Klassen von 1 – 5 wobei 5 die höchste und gefährlichste Entwicklungsstufe ist.

10 Jahre später im Jahr 2021 ist der große Gastrea Krieg bereits vorbei, die Menschen haben es geschafft sich durch ein neues Material das Varanium genannt wird gegen die übermächtigen Gastrea zur Wehr zu setzen und leben (teilweise) wieder ein normales Leben.

Die Stadt in der die Story spielt ist umgeben von riesigen Steinmonolithen aus Varanium die eine Art Magnetischen Schild um die Stadt legen und die Gastrea draußen hält (Trotzdem kommt es hin und wieder noch zu Virus Ausbrüchen oder das es einem Gastrea gelingt in die Stadt einzudringen).
Für diese Fälle gibt es die Civil Security Agenten, zu denen auch der mittlerweile 17 Jährige Rintarou gehört. Dies sind speziell ausgebildete Menschen für den Kampf gegen Gastrea. Zu jedem dieser „Promoter“ genannten Menschen gehört auch ein „Initiator“ ein sogenanntes „verfluchtes Kind“ (Die alle als Mädchen geboren werden) – Diese wurden weil ihre Mütter während der Schwangerschaft den Virus in sich hatten schon im Mutterleib infiziert. Dadurch werden die Kinder mit den übermenschlichen Kräften der Gastrea geboren und deren enormer Heilungskraft, wird die Kraft freigesetzt bekommen die Kinder auch die typischen roten Augen.

Allerdings hat das ganze auch eine Kehrseite: Der Virus übernimmt zwar um einiges langsamer den Körper der Kinder, befällt er aber auch hier 50% des Körpers verwandeln sich auch diese in Gastrea. Daher werden ihnen Promoter zur Seite gestellt um sie zu überwachen und ggf. zu eliminieren…

Rintarous Initiator heißt Enjiu und ist ein aufgewecktes fröhliches Mädchen das sich auch nicht scheut Rintarou dauernd Anträge zu machen. Beide arbeiten für Rintarous Kindheitsfreundin Kisara Tendo die eine kleine Agentur leitet für die Bekämpfung der Gastrea.

Gleich in der ersten Folge trifft Rintaro auf einen Maskierten Mann, der zwei Polizisten in einer Wohnung ermordet hat in dem es angeblich einen Gastrea Ausbruch gab. Dieser verkündet erstmal dass die Welt wie sie ist, falsch ist und er die Welt zerstören würde, woraufhin er aber dann erstmal durchs Fenster verschwindet.

Auf der Suche nach diesem Unbekannten und im Kampf gegen die Gastrea Bedrohung kommt Rintarou auch in Berührung mit Geheimnissen hinter dem Ausbruch des Virus von vor 10 Jahren als auch der allgegenwärtigen Misshandlung und Ausgrenzung der „Verfluchten Kinder“ durch die normale Bevölkerung. Er muss feststellen dass die Worte des Unbekannten evtl. doch nicht so ganz falsch waren und die Welt eventuell wirklich „falsch“ ist.



Fazit


Der Anime steigt gleich ziemlich rasant ein, die kurze (wenn auch etwas dürftige) Einleitung in Rentarous Kindheit und den Ausbruch des Virus und dann gleich der Sprung in eine Mission in der er einen für meinen Geschmack wirklich guten Antagonisten trifft: Dieser erklärt nur das nötigste, ist eher ruhig, schlau, Maske und Badass-mäßig drauf im Kampf. Viele Leute haben sich deswegen beschwert, ABER: WARUM? Ich finds gut dass einem Mal die Story nicht gleich in den ersten 2 Folgen vorgekaut wird und man gleich alles weiß. Das kalte ins Wasser werfen und die erstmal spärlichen Infos geben Anreiz zum nachdenken und sich mit dem ganzen auch etwas auseinander zu setzen.

Der Anime legt viel Wert auf die zwischenmenschliche Beziehung der Figuren, vor allem Rintarou und seine Einstellung gegenüber Enjiu mit der er zusammen lebt und den „Verfluchten Kindern“ sticht hier im Vergleich zur allgemeinen Masse stark hervor. Er sieht sie trotz Virus und übermenschlicher Kraft als normale Menschen an und findet es ungerecht dass jene Kinder die keine Initiator geworden sind, in Slums am äußersten Stadtrand in Armut und Hunger leben müssen. Sie werden lediglich als Werkzeuge zur Bekämpfung der Gastrea gesehen.

Und außerdem von der Bevölkerung gefürchtet und gehasst. Und es werden auch Szenen gezeigt in denen sie geschlagen werden oder versucht wird sie eiskalt umzubringen. (Selbst die Polizei ist hier keinen deut besser)

Ich fand es recht erfrischend das der Anime mal nicht die übliche „Ein Virus bricht aus und wir müssen jetzt erstmal überleben“ Story bringt, sondern mutig den Sprung in eine Zeit macht in der die Menschen sich schon wieder einigermaßen ein normales Leben aufgebaut haben und imstande sind sich zu wehren. Wer etwas mit Menschen auf der Flucht braucht die ums nackte überleben kämpfen kann sich jeden X-beliebigen Zombie streifen anschauen, denn es wäre nichts anderes.

Hier sehen wir die Probleme die nach so etwas kommen: Landesweite Machtkämpfe der Regierungen wie die noch von Gastrea bewohnten Gebiete eingenommen werden können und wer letztlich über diese herrschen wird, Diskriminierung und Rassismus gegenüber den Kindern die mit dem Virus im Körper geboren wurden. Auch Initiator sind davor nicht gefeit und geben vor ein normales Kind zu sein damit sie auf eine Schule etc. können. Außerdem macht sich nach und nach der Gedanke breit dass hinter dem Ausbruch des Virus, mehr steckt als „nur“ eine plötzlich aufgetretene Pandemie.

Diese ganzen komplexen Themen sind verpackt in einen Aktiongeladenen Anime der nicht nur stupides Monstervernichten spielt sondern sich mit seinen Charakteren auseinander setzt, diese in die verschiedensten Situationen bringt und die vermeintlich „Guten“ auch oft krass handeln oder fragwürdige Aktionen bringen. Dazu ein Antagonist der teilweise auch zu einer Art Sympathieträger wird. Das ganze lässt den Zuschauer wirklich mitfühlen / fiebern. Der Haken an der Sache ist lediglich die länge von 13 Folgen … so gut der Anime ist, so hätte er noch bei weitem besser sein können wenn man ihn länger gemacht hätte. Zwar ist das Ende recht abgeschlossen, man hat aber das Gefühl lediglich das erste Kapitel eines ganzen Buches (was ja auch letztlich so ist^^) gelesen zu haben und man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht.

Comedyeinlagen gibt’s recht wenig und sie driften auch nie ins übermäßig schwachsinnige ab. Das hätte dem Anime die Ernsthaftigkeit genommen. Wenn auch die kleinen Loli Einlagen von Enjiu die versucht Rintaro zu bezirzen oder anfängt ihm Vorwürfe zu machen weil er auf Kisaras Brüste so stehen würde etwas nerven, aber doch eine Art „normale“ Lebensweise der Charaktere darstellen soll, das sie eben trotz allem nicht nur 24h am Tag angespannt sind und auf irgendwelche Rache etc. fixiert.

Aktionfans sind hier genau richtig. Interessante Story, super inszenierte kurze knackige Fights, eine Story die einen wirklich mitfiebern und mitfühlen lässt und verschiedenste Charaktere von denen auch einige ihre dunklen Seiten haben und nicht nur alles nach Schema F läuft. Außerdem ein wirklich toller Zeichenstil und vor allem die Musik ist absolut genial und ein tolles Opening / Ending Leider zu kurz und der ein oder andere würde sich evtl. doch mehr Input wünschen. Ich hoffe jedenfalls das diese Serie irgendwann weitergeführt wird, denn potential hat sie auf jeden Fall und man merkt das man hier wie üblich mal wieder nur am Anfang steht, wo das ganze erst richtig losgeht.


Special Thanks to Natsu