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Allgemeines


Hironori Toba von Aniplex und großer Fan der Visual Novels von „Key“ kam auf Jun Maeda zu und schlug ihm eine Zusammenarbeit für einen „Original Anime“ vor, er willigte ein und in monatlichem Rhythmus wurden Treffen zur Weiterentwicklung und Erweiterung der Story abgehalten. Von Maeda – San wurde erwartet das die Story wieder typisch „Key – like“ sein sollte, also viel Drame und bewegende Momente, Maeda der aber gerade mit Little Busters (Visual Novel!) fertig war, hatte den Eindruck das er hier schon alles ausgereizt hatte was ein typisches „Key-Drama“ zu bieten habe und wollte mehr in den Comedy Bereich gehen. Während er in einer kreativen Sackgasse ankam entstand der Gedanke die Handlung sprichwörtlich komplett ins „Jenseits“ zu befördern, dies war neu und frisch und wurde so noch nie Umgesetzt.

Anschließend wurde dann Na-Ga (Key – Studio) der auch bereits die sehr populären Figuren für Little Busters entwarf mit dem Charakterdesign beauftragt.
Zum ersten Mal durfte Maeda ein komplettes Skript für eine Story selbst ausarbeiten wo er bei den Visual Novels meist nur mitwirkte, das Skript war allerdings so umfassend das von Anfang an klar wurde das die komplette Story rund um Angel Beats den Rahmen für einen 13 Episoden – Anime sprengen würde, daher hat man sich beim Anime auf die Kern-Story fokussiert was dazu führe das einige Charaktere nicht so beleuchtet wurden wie es vorgesehen war. Hier wurden dann andere Mediale Produkte wie Light Novels / Visual Novels / Manga etc. herangezogen um den Fans trotzdem weiterhin Stoff zu liefern. Nachdem das Skript fertig war widmete sich Maeda-San dem Soundtrack. Sowohl die Hintergrundmusik des Anime / das Opening und Ending sowie 15 Tracks für die fiktive Band Girls Dead Monster wurde alles von Maeda selbst komponiert und geschrieben. Zum Einspielen der Songs wurde noch die Band Anant – GardeEeyes hinzugezogen. Für Ending und Opening sowie die Vocals für die fiktive Band Girls Dead Monster wurden von verschiedenen echten J-Pop Sängerinnen wie z.B. LiSA eingesungen.

Im Jahr 2010 wurde noch eine OVA released die weniger zur Story beiträgt als mehr der Comedy. 2015 soll nochmals eine OVA folgen.
Der Franchise wurde wie oben schon erwähnt sowohl in Mangas als auch Light Novels weiter ausgebaut. Mangas in denen Side Charaktere die Hauptrolle übernehmen oder die Vorgeschichte erzählen wurden / werden noch produziert.



Story


Hauptprotagonist Otanashi wacht eines Nachts urplötzlich auf dem Gelände einer Schule auf und wird direkt von einem gleichaltrigen Mädchen namens Yuri, welche mit einem Gewehr bewaffnet ist, empfangen.
Er selbst hat keinerlei Erinnerungen warum er hier ist oder was genau mit ihm passiert ist. Yuri erklärt ihm das er Tod sei und diese „Schule“ ein Auffangort für Seelen von jung verstorbenen Menschen wäre. Hier würden sie warten bis ihre Seelen gereinigt würden um anschließend auf der Erde wiedergeboren zu werden (Hier bezieht man sich wohl auf den Buddhistischen glauben das man wiedergeboren wird nach dem Tod).

Otanashi glaubt das ganze nicht und spaziert geradewegs zu einem von Yuri als „Engel“bezeichnetem jungen Mädchen, welches sich als Schulsprecherin vorstellt und ihn kurzerhand niedersticht.
Am Folgetag wacht Otanashi auf dem Krankenflügel auf und macht sich auf die Suche nach Yuri, hier wird er in ihre Geheime Wiederstandsgilde „SSS“ aufgenommen, diese hat nur ein Ziel: So viel Chaos zu stiften wie möglich, denn wer sich nicht an die Regeln hält, dessen Seele wird nicht wieder in den Kreislauf der Wiedergeburt aufgenommen. Grund hierfür ist das Yuri und die anderen sich nicht mit ihrem zu frühen Tod abfinden wollen und Angst haben das sie als Tier / Insekt etc. wiedergeboren werden könnten, um ihr eigenes selbst zu beschützen wollen sie die Ewigkeit lieber in dieser Schule verbringen und sogar versuchen über das Mädchen das sie „Engel“ nennen und die eine Handlangerin Gottes sei um die Ordnung zu erhalten, an Gott selbst herankommen.
Otanashi wird nun in teils irrwitzige Situationen gebracht um den „Alltag“ an der Schule so Chaotisch wie möglich zu halten, freundet sich mit allen anderen der Widerstandsgruppe an und erfährt von einigen mehr über ihre teilweise tragische Vergangenheit, während er gleichzeitig versucht zu erfahren was ihm widerfahren ist. Trotzdem fangen plötzlich an seine neu gewonnenen Freunde zu „verschwinden“ und dann wäre da noch der „Engel“ der sich ihren Unternehmungen scheinbar immer in den Weg stellt, die in Otanashi aber gleichzeitig Mitleid erweckt.
Und so beschließt er den Grund zu finden warum er hier gelandet ist und seine neuen Freunde zu beschützen.



Fazit


Wie schon ganz oben erwähnt ist Angel Beats ein original Anime, was bedeutet das er keine Vorlage besitzt auf die man sich stützen oder Vergleiche ziehen könnte. Ebenfalls neu ist, dass in diesem Anime tatsächlich auch Aktion vorkommt in Form von Nahkämpfen oder Schusswechsel. Zwar stirbt niemand, da die Charaktere ja bereits alle Tod sind, trotzdem wird das ganze mal komisch und auch mal ernst in Szene gesetzt und wirkt daher nicht langweilig. Die Story an sich ist recht kurz gehalten was aber wiederum dem Produktionsbudget zuzuschreiben ist, da für mehr als 13 Folgen nichts bereitgestellt wurde. Dies hat zum Nachteil, dass im Vergleich zu anderen Anime Umsetzungen von Key Visual Novels nicht alle Charaktere so beleuchtet werden wie man es gewohnt ist. Daher wurden dann aber die Mangas und Light Novels produziert. Die Story an sich ist gespickt mit absolutem Anime typischen übertriebenen Comedy Einlagen, als auch wirklich emotionalen und dramatischen Ereignissen und Hintergründen bei den Charakteren. Zwar werden bei weitem nicht alle Side – Charaktere richtig ausgeleuchtet, jene, welche es aber werden, haben eine sehr gut durchdachte Hintergrundstory und werden dem Zuschauer richtig nahe gebracht. Man konzentriert sich also nicht nur auf den Hauptcharakter Otanashi. Die Figuren haben alle ihre Eigenarten und lassen keine Monotonie aufkommen. Dieser Anime schafft es einen nahezu perfekten Spagat zu machen zwischen Comedy und Drama. Dabei ist es nicht das übliche 0815 Drama das in den meisten Animes vorkommt (Liebesdramen / jemand könnte sterben etc.) Sondern durch die Tatsache dass ja bereits alle Protagonisten Tod sind, haben wir hier eine völlig neue Bühne die benutzt werden kann. Der Tod selbst ist auf einmal nicht mehr das schlimmste das hier passieren kann, sondern die Frage „was kommt danach“ die Ungewissheit der Charaktere die damit konfrontiert werden das ihr ur-eigenes selbst auf dem Spiel steht und sie eventuell als Insekt wiedergeboren werden könnten, zusammen mit der Weigerung ihren viel zu frühen Tod zu akzeptieren färben auf den Zuschauer ab und bringen einen selbst zum Nachdenken und mitfühlen, nicht zuletzt wenn man die Backflashes einiger Charaktere sieht. Der Zeichenstil ist Key – Typisch und ähnelt etwas dem von Clannad oder Little Busters. Jun Maeda hat mit der beigesteuerten Musik wieder einmal gezeigt was er alles drauf hat, sowohl die Texte und Kompositionen für die fiktive Mädchengruppe Girls Dead Monster, als auch das Opening und Ending sowie die immer passende Hintergrundmusik im Anime selbst Sind wirklich gelungen und passen perfekt in diesen Anime. Auch das der Anime durch eben diese fiktive Band noch einen kleinen musikalischen Einschlag bekommt frischt das ganze auf und viel wichtiger: Es fügt sich gut in die Story ein und ist nicht einfach nur ein Werkzeug um noch mehr Merch zu verkaufen. Angel Beats ist zwar ein kurzer aber sehr sehr emotionsgeladener, lustiger und dramatischer Anime der definitiv seine Spuren beim Zuschauer hinterlassen wird und ihn zum nachdenken anregt. (Auch wenn man ihn nicht mag^^) Im Gegensatz zu anderen Key Umsetzungen deckt er Bereiche ab die nicht nur Slice of Life und Comedy Fans ansprechen, sondern auch die Aktionfans (wenn auch nur etwas) versorgt. Außerdem hat er mit seinem Setting und seiner Story die Tür zu einem Thema aufgeschlagen welches oft ungern angegangen wird, nämlich der Tod und zwingt den Zuschauer automatisch über sich und sein Leben nachzudenken. Ein wunderbarer Anime der trotz seiner Kürze ein gelungenes (ACHTUNG hier den Abspann komplett ansehen!!!!) Ende findet und definitiv seinen Eindruck bei Fans verschiedener Bereiche hinterlassen wird. Allerdings ist zu beachten: Das Charakterdesign ist für manchen eventuell durchaus auf den ersten Blick etwas woran man sich gewöhnen muss da er stark an Visual Novel Designs erinnert. Romance Fans werden hier weniger auf ihre Kosten kommen und wer diese Sprünge zwischen fast schon übertriebener Comedy zu absolut Dramatischen Punkten nicht mag, der wird hier auch nicht fündig.


Special Thanks to Natsu